Sie weisen auf vier Männer hin, die allesamt unter einfachen Verhältnissen im Magdalenenhof geboren sind oder gelebt haben und die  auf unterschiedliche Weise  Besonderes geleistet haben: Lehrer Franz Decker, Jurist Albert Decker, KSB-Gründer Johannes Klein und sein Nachfolger Jacob Klein. Der Magdalenenhof befand sich bis zu seinem Abriss in den sechziger Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft der Nikolauskapelle. Zwei Wege, die sich bei der Kapelle kreuzen, sind nach Albert Decker und Johannes Klein benannt.

Die Burg-Landeck-Stiftung Klingenmünster hat nicht nur die Patenschaft der Nikolauskapelle übernommen und organisiert regelmäßige Öffnungszeiten, sie hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, an diese Persönlichkeiten zu erinnern. Schon bisher gab es eine Informationstafel, die auf die bekannten Männer hingewiesen hat; die Texte sind jetzt in Absprache mit dem Bezirksverband, mit den Nachfahren aus beiden Familien sowie mit der Firma Klein, Schanzlin & Becker erweitert worden. Zusätzliche historische Fotos ergänzen die Information. Statt einer gibt es nun drei doppelseitig bedruckte Tafeln, auf denen sich Wanderer, Kapellenbesucher und historisch Interessierte informieren können.

Peter Albert Decker, 1883 geboren, war ein brillanter Jurist und wurde in der Nachkriegszeit Senatspräsident am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Im „Nebenberuf“ verfasste er zahlreiche historische Abhandlungen über seine pfälzische Heimat. Sein Vater, Franz Decker, 1843 in Eschbach geboren, war Anstaltslehrer in der damaligen Kreis-Irrenanstalt (heute Pfalzklinikum). Die Musik war sein Element und so gründete er eine Musikkapelle sowie einen Chor für Patienten und Angestellte.

Als genialer Konstrukteur und Erfinder gilt Johannes Klein, 1845 auf dem Magdalenenhof geboren. Er gehörte zu den Gründern des Frankenthaler Pumpenkonzerns KSB, heute eine Weltfirma. Seinen jüngsten Bruder Jacob, 1869 geboren, baute er zum Nachfolger auf. Beide Kleins sind Ehrenbürger von Klingenmünster.

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